13.04.2018 - 08:25 Uhr |

Hochschule Harz

Harzer Hochschulprofessor und Dekan geht in den Ruhestand

Bernhard Zimmermann gestaltete 20 Jahre lang die Entwicklung des Fachbereichs Automatisierung und Informatik

Wernigerode, 13.04.2018 (newsropa.de) - Als von Smartphones und Tablets nur zu träumen gewagt wurde, verließ Bernhard Zimmermann seinen Heimatort Aalen in Baden-Württemberg, um an der Technischen Universität (TU) Berlin ein Studium der Informatik zu beginnen. „Im Jahr 1973 wusste noch fast niemand so richtig, was Informatik eigentlich ist“, sagt der Professor rückblickend. Heute ist er stolz darauf, die rasante Entwicklung dieser Wissenschaft hautnah miterlebt und mitgefördert zu haben. Zunächst als wissenschaftlicher Assistent an der TU Berlin, wo er auch promoviert wurde, später als Projektleiter im Bereich Software-Entwicklung bei der AEG Softwaretechnik. Und zu guter Letzt als Professor für Sprachen und Compilerbau an der Hochschule Harz. Im September letzten Jahres feierte Prof. Dr. Bernhard Zimmermann seinen 65. Geburtstag. Zum aktuellen Sommersemester verabschiedet er sich nicht nur als Hochschulprofessor, sondern auch als Dekan des Fachbereichs Automatisierung und Informatik in den Ruhestand.

20 Jahre lang hatte Prof. Dr. Zimmermann die Leitungsfunktion als Dekan inne. „Wir haben den Fachbereich so aufgebaut, dass er der Industrie zuarbeiten kann“, resümiert er im Rückblick auf die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen. „Wir haben viele Professoren berufen, Laboringenieure eingestellt und die Räumlichkeiten erweitert.“ Damit reagierte der Fachbereich auf den steigenden Bedarf an Fachkräften der Informatik und der Ingenieurwissenschaften. Bis heute wird das Angebot an Studiengängen und Lehrveranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Industrie entwickelt. Um die Absolventinnen und Absolventen in der Region zu halten, gründete Prof. Dr. Zimmermann gemeinsam mit Professoren des Fachbereichs im Jahr 2001 das Institut für Automatisierung und Informatik (IAI) im Wernigeröder Dornbergsweg. „Das Institut ist wichtig, um als verlässlicher Partner mit der Wirtschaft zusammenarbeiten zu können“, erklärt er. So tritt das IAI beispielsweise als Dienstleister für die Harzer Schmalspurbahnen GmbH auf, für die es die Software für die Ressourceneinsatzplanung entwickelt und betreut.

Prof. Dr. Zimmermann hinterlässt der Hochschule Harz auch ein überregionales Netzwerk. Mit der Aufnahme im Deutschen Hochschulkonsortium für Internationale Kooperationen führte er die Hochschule in eine enge Zusammenarbeit mit der Chinesisch Deutschen Hochschule für Angewandte Wissenschaften (CDHAW) in Shanghai. Seit 2009 kommen jährlich chinesische Austauschstudierende in den Harz, um einen zweiten Hochschulabschluss zu erlangen. Regelmäßig reiste Prof. Dr. Zimmermann an die CDHAW, um dort zu unterrichten. Eine Aufgabe, der er sich im Ruhestand weiterhin widmen wird. Und auch zuhause im Harz hält er der Hochschule die Treue: „Ich werde weiter in der Lehre tätig sein“, betont er. Privat will er nun aktiver werden – ob beim Sporttauchen mit den Söhnen, beim politischen Engagement oder auf der Fantribüne bei Spielen von Hertha BSC und den Eisernen.