02.08.2017 - 08:16 Uhr |

Technische Universität Chemnitz

Vom Fitnesssport bis zum erlebnisorientieren Natursport

Chemnitz, 02.08.2017 (newsropa.de) - Doppelabschlussprogramm für den Studiengang „Gesundheits- und Fitnesssport“ zwischen Technischer Universität Chemnitz und Westböhmischer Universität in Pilsen geht an den Start

Im Wintersemester 2017/2018 startet ein Doppelabschlussprogramm für den Masterstudiengang „Gesundheits- und Fitnesssport“ an der Technischen Universität Chemnitz und Westböhmischen Universität in Pilsen (WBU). Damit können deutsche Studierende aus Chemnitz im 3. Semester in Pilsen und umgekehrt tschechische Studierende aus Pilsen im 3. Semester in Chemnitz studieren. Dies erfolgt ohne zusätzliche Studiengebühren. Die Masterarbeit kann im 4. Semester an der Heimatuniversität oder an der Partneruniversität angefertigt werden. Die Sprachvoraussetzungen liegen für deutsche Studierende bei Tschechisch auf dem Niveau A2 und für tschechische Studierende mit Deutsch auf dem Niveau B2. Die Lehrveranstaltungen werden an der TU Chemnitz in deutscher Sprache und an der WBU in tschechischer und englischer Sprache sowie für deutsche Studierende in deutscher und englischer Sprache angeboten.

„Die Studierenden erhalten im Doppelstudiengang internationalen Erfahrungen und Kenntnisse und tragen zukünftig im Umgang mit anderen Kulturen und Denkweisen zu einer aktiven und erfolgreichen Tätigkeit im Bereich der Gesundheitsförderung bei“, sagt Prof. Dr. Henry Schulz vom Institut für Angewandte Bewegungswissenschaften der TU Chemnitz. „Die erhaltenen Kompetenzen werden den Absolventinnen und Absolventen helfen, im nahen Ausland ein wichtiger Ansprechpartner für international agierende Firmen und Einrichtungen der Gesundheitsbranche zu sein“, fügt Pilsen Mgr. Vaclav Salcman von der Pädagogischen Fakultät der Westböhmischen Universität hinzu. Beiden Universitäten arbeiten bereits seit vielen Jahren im Rahmen von Forschungsprojekten zu gesundheitsbezogenen Themen zusammen.

Im neuen länderübergreifenden Doppelstudiengang werden evidenzbasierte bewegungsbezogene Inhalte der Prävention und Gesundheitsförderung für Kinder, Jugendliche, Erwachsene sowie für Seniorinnen und Senioren vermittelt. Der Studiengang ist in Sachsen sowie in der Tschechischen Republik bisher einmalig und richtet sich an Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen sportwissenschaftlicher Studiengänge. Dazu zählt u. a. der Bachelorstudiengang Präventions-, Rehabilitations- und Fitnesssport. Im Studium werden spezifische Themen zu Sport und Bewegung in der Arbeitswelt vermittelt. Dazu zählen zum Beispiel die Rolle betrieblicher Gesundheitsförderung, Bewegungsmaßnahmen am Arbeitsplatz, Möglichkeiten der Mitarbeitermotivation durch Sport oder auch Bewegung im Rahmen von Work Life Balance. „Auch orientiert er sich an Entwicklungen innerhalb der Gesellschaft, in welcher eine zunehmende Mediatisierung und Bewegungsarmut einer wachsenden Bedeutung von Fitness, Sport und Erlebnis sowie einem zunehmenden Bewusstsein für gesundheitsbezogene Themen gegenüberstehen“, sagt Schulz.

Zukünftig werden Berufsperspektiven der Absolventinnen und Absolventen in beiden Ländern in der Prävention und Gesundheitsförderung erwartet, insbesondere auch dort, wo verschiedenen Zielgruppen neue Trendsportarten, Bewegungsformen und Trainings- sowie Bewegungstechnologien vorgestellt werden sollen. „Die geographische Nähe macht dieses Projekt für die Studierenden attraktiv und neben der wissenschaftlichen Ausbildung im Fitnesssport können auch Inhalte zum erlebnisorientieren Natursport praxisnah vermittelt werden“, versichert Salcman. Hierbei liege eine große Expertise beim tschechischen Partner. Die Studierenden können im Doppelstudienprogramm ihre Erfahrungen austauschen und neue sammeln. Workshops, Summerschools, gemeinsame grenzüberschreitende Projekte, Forschungsvorhaben sowie Mitarbeiteraustausch sollen durchgeführt werden. „Die sprachliche und interkulturelle Erfahrung wird die Entwicklung der Studierenden in ihrer Persönlichkeitskultur unterstützen“, schätzt Schulz ein.