26.06.2017 - 12:10 Uhr |

Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar

Das Universum des Gustav Mahler

Ein klingender Themenabend in Erfurt und Weimar befasst sich mit selten zu hörenden Werken

Weimar, 26.06.2017 (newsropa.de) - Zu einem „Mahler Recital“ laden engagierte Studierende der Weimarer Musikhochschule ein. Sie eröffnen in ihrem studentischen Projekt die Möglichkeit, einen ganzen Abend lang in das Universum des österreichischen Komponisten Gustav Mahler einzutauchen. Ziel des Konzerts ist es, eine Verbindung zwischen seinen frühen und späteren Werken herzustellen sowie die zentralen Gattungen seines Schaffens – das Lied und die Instrumentalmusik – einander gegenüberzustellen. Zunächst sind die Solisten, Kammermusiker und das Ensemble unter der Leitung von Vitali Aleksiayonak am Mittwoch, 28. Juni um 19:00 Uhr in der Erfurter Ägidienkirche zu erleben. Eintrittskarten zu 10 Euro gibt es im Vorverkauf in der Ägidienkirche sowie an der Abendkasse.

Ein weiteres Mal präsentieren die Studierenden ihren musikalischen Themenabend dann am Samstag, 1. Juli um 20:00 Uhr im Festsaal Fürstenhaus der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Eintrittskarten zu 7,50, ermäßigt 5 Euro, gibt es bei der Tourist-Information Weimar sowie an der Abendkasse. Als Solistinnen und Solisten wirken Polina Artsis (Alt), Johannes Grau (Tenor), Hankyul Lee (Bariton) sowie Sabina Svigelj (Klavier) mit. Es spielt außerdem ein Klavierquartett und es musiziert ein Kammerensemble mit Studierenden.

Im ersten Konzertteil erklingen Gustav Mahlers in jungen Jahren komponiertes Klavierquartett in a-Moll sowie ausgewählte Lieder aus seiner reiferen Schaffensphase. Nach der Pause ist als Spätwerk das opulente „Lied von der Erde“ zu hören, in einer kammermusikalischen Bearbeitung für großes Ensemble von Arnold Schönberg und Rainer Riehn. „Es sind zwar weniger bekannte Werke“, betont der künstlerische Projektleiter Vitali Aleksiayonak, „aber dennoch bilden sie unterschiedliche Zeitabschnitte von Mahlers Schaffensentwicklung und Lebenserfahrung ab. Sie stellen uns einen Mann vor, dessen Leben voller Widersprüche und Fragen war – von denen er manche immerhin durch seine Musik beantworten konnte.“

Vitali Aleksiayonak wurde in Weißrussland geboren und hat an der Fachmusikschule Minsk und am Konservatorium Sankt-Petersburg Orchesterdirigieren und Posaune studiert. Momentan setzt er sein Dirigierstudium an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar in der Klasse von Prof. Nicolás Pasquet und Prof. Ekhart Wycik fort. Aleksiayonak stand bereits am Pult des Orchesters des Konservatoriums St. Petersburg, des „I culture orchestra“ (Polen), der Jenaer Philharmonie, der Thüringen Philharmonie Gotha und der Philharmonie Südwestfalen. Er nahm an Meisterkursen bei Peter Stark (Royal College of Music London), Bruno Weil und Wassili Sinaisky teil. Im Jahr 2016 gründete er einen Chor an der Ädigienkirche Erfurt. In den kommenden Monaten leitet Vitali Aleksiayonak Konzerte in der Ukraine (LvivMozArt Festival, Lemberg) und St. Petersburg, außerdem assistiert er in zahlreichen Proben an der Bayerischen Staatsoper und an der Oper Graz.