18.05.2017 - 10:32 Uhr |

Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar

Clavier- und Gesangübung: Musikhochschule engagiert sich mit vier Veranstaltungen beim „Kirchentag auf dem Weg“

Weimar, 18.05.2017 (newsropa.de) - Vortrag, Disput, Konzert und Installation: Die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar beteiligt sich vielfältig und engagiert am bevorstehenden „Kirchentag auf dem Weg“ in Weimar. „500 Jahre Reformation: Das ist ein besonderes Jubiläum, das in vielfältiger Form Menschen inspiriert und zusammenbringt“, sagt die Vizepräsidentin für Lehre, Prof. Ulrike Rynkowski-Neuhof. „Mit Bedacht wurden von uns gerade auch nicht alltägliche Konzertformen gewählt.“

Los geht es am Freitag, 26. Mai, wenn im Rahmen des Kirchentags in den Saal Am Palais eingeladen wird. Dort gibt es um 9:30 Uhr zunächst einen Vortrag von Prof. Dr. Christoph Stölzl zu „1 Mose 33, 1-17a“ mit dem Titel „Esau versöhnt sich mit Jakob“. Es folgt dann um 11:00 Uhr im Saal Am Palais eine ganz besondere „Clavier- und Gesangsübung": Studierende der Orgelklasse von Prof. Michael Kapsner und der Klasse Künstlerische Liedgestaltung von Prof. Thomas Steinhöfel lassen Choralbearbeitungen von Johann Sebastian Bach unvermittelt auf moderne Lieder von Leonard Bernstein treffen. Im Spannungsgeld mit Bach sind außerdem Lieder von Brahms, Dvořác, Warlock und Gurney zu erleben.

Zu den „nicht alltäglichen Konzertformen“ zählt auch eine elektroakustische Konzert-Installation, die Studierende aus der Kompositionsklasse von Prof. Robin Minard am Samstag, 27. Mai zwischen 20:00 und 23:00 Uhr auf dem Herderplatz präsentieren. Die Installation beschäftigt sich mit dem Begriff Raum und seinen verschiedenen Bedeutungen für den heutigen Menschen in einer beschleunigten und hochgradig synchronisierten Welt. Persönliche, kollektive, reelle, imaginäre, digitale und private Räume werden akustisch erfahrbar. In der Installation mit dem Titel „Geteilte Räume“ soll man sich in einem von Lautsprechern erzeugten Klangfeld frei bewegen können.

Ebenfalls am Samstag, 27. Mai gibt es bereits um 15:00 Uhr im Saal Am Palais die Veranstaltung „Deutschland, Lutherland? Ein Disput über den Kulturprotestantismus“. Es diskutiert der Historiker und Hochschulpräsident Prof. Dr. Christoph Stölzl mit Dr. Christine Eichel, Autorin und Publizistin aus Berlin.