12.10.2015 - 08:50 Uhr |

Stiftung Bauhaus Dessau

Schenkung von Teppichen an das Bauhaus

Dessau, 12.10.2015 (newsropa.de) - Für die Forschungsarbeit der Sammlung an der Stiftung Bauhaus Dessau ist die Schenkung der Textilkünstlerin Elke Wolf eine große Bereicherung. Die geschlossene Werkgruppe von fünfzehn großformatigen Webarbeiten, jedes ein Unikat, aus den Jahren 1981-1985 erzählen von der Rezeption des Bauhauses zur DDR-Zeit.

Elke Wolfs Webarbeiten sind eine Hommage ans Bauhaus

Das Weben von Textilien war am Bauhaus in Weimar und in Dessau ein wichtiger Bereich. In Dessau gab es eine eigene Webereiwerkstatt, die in der Verarbeitung der Stoffe besonders modern war. Hier wurden neben kostbaren Wand- und Bodenteppichen auch funktionale Textilien für Stühle, Gardinen oder Wandbespannungen sowie Muster für die industrielle Massenproduktion hergestellt.

Die Textilkünstlerin Elke Wolf (Jahrgang 1944, lebt heute in Plauen) hat sich schon als Studentin an der Fachschule für angewandte Kunst Schneeberg (heute Fakultät der Westsächsischen Hochschule Zwickau) und auch darüber hinaus offen mit den textilen Arbeiten der Bauhaus-Webereiwerkstatt beschäftigt. Zwischen den Jahren 1981 bis 1985 entstand eine Werkgruppe von 15 Teppichen, die jeder für sich ein Unikat und als Gruppe eine „hommage á bauhaus“ sind.

Ein Glück für die Sammlung der Stiftung, „dass die Arbeiten von Elke Wolf nach Dessau gekommen sind, kann somit doch anschaulich gezeigt werden, wie anregend das Bauhaus mit seinem komplexen Ausbildungssystem und seiner heterogenen Produktpallette auch auf dem Gebiet der DDR war. Elke Wolf hat erkennbar Bauhausideen aufgegriffen, verinnerlicht und zu etwas eigenem weiter entwickelt.“, so die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Bauhauses Dessau.

Die Werkgruppe geht geschlossen in das Archiv der Stiftung Bauhaus Dessau über. Mit dem Bau des Museums wird die Präsentation der Sammlung ab dem Jahr 2019 erstmals möglich werden.