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newsropa.de - Das Presseportal im Osten : Welt-Schuppentiertag am 18. Februar: Die meistgeschmuggelten Säugetiere im Fokus
20.02.2017 - 09:16 Uhr |

Zoo Leipzig GmbH

Welt-Schuppentiertag am 18. Februar: Die meistgeschmuggelten Säugetiere im Fokus

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Leipzig, 20.02.2017 (newsropa.de) - Dürfen wir vorstellen: Schuppentiere. Sie sind die derzeit am häufigsten geschmuggelte Säugetierart der Welt. Anlässlich des Welt-Schuppentier-Tages am Samstag, 18. Februar, standen sie im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Vor allem im asiatischen Raum gilt ihr Fleisch als Delikatesse und ihren Schuppen werden heilende Kräfte nachgesagt. Für das Überleben der Tierart gilt Alarmstufe rot: Auf der Roten Liste gelten alle acht Arten als stark vom Aussterben bedroht. In Asien werden bis zu 300 Dollar pro Kilgramm Fleisch und bis zu 3000 Dollar pro Kilogramm Schuppen gezahlt. Für die Tireart eine extreme Gefahr.

Der Zoo Leipzig ist der einzige Zoo in Europa, der die Formosa-Ohrenschuppentiere hält und den Besuchern näher bringt. In enger Kooperation mit dem Zoo in Taipeh sind beste Bedingungen für die Haltung erarbeitet und umgesetzt worden. Täglich um 12 Uhr findet die Fütterung der Tiere im Elefantentempel statt.

Erst auf der letzten Artenschutzkonferenz in Johannesburg im Herbst wurden alle acht Arten in die höchste Bedrohungsstufe des Washingtoner Artenschutzabkommens (Anhang I) aufgenommen. Die Bestandszahlen sind in den vergangenen Jahren dramatisch gesunken. „Weltweit gibt es intensive Bemühungen, den Handel mit diesen Tieren zu verhindern, Aufklärungsarbeit bei den potentiellen Abnehmern zu leisten und Schutzgebiete zu errichten. Auch wir fühlen uns verpflichtet, einen Beitrag zur Rettung dieser Art zu leisten. Unser klares Ziel ist der Erhalt einer vom Aussterben bedrohten Tierart. Gelingt es uns, können wir eine Backup-Population aufbauen, die stellvertretend für die wild lebenden Verwandten steht“, erläutert Zoodirektor Prof. Jörg Junhold das Artenschutzengagement des Zoo Leipzig, der insgesamt vier Schuppentiere hält.

Mit den beiden Schuppentieren Tou Feng (seit 2007 in Leipzig) und Quesan (seit 2009 in Leipzig) ist bisher noch keine Zucht gelungen. Seit Dezember lebt ein zweites Paar im Zoo Leipzig: „Wir setzen große Hoffnungen in das neue Paar und versprechen uns bei einem Zuchterfolg weiterführende Erkenntnisse über Quesan und Tou Feng. Über das Paarungsverhalten von Schuppentieren ist nur wenig bekannt“, so Junhold. Das neue Weibchen Chuan-Qiong und das Männchen Shui-Li haben bereits im Zoo von Taipeh für Nachwuchs gesorgt. Für die Besucher sind die Neuzugänge vorerst nicht zu sehen. Sie leben zurückgezogen in der rückwärtigen Haltung von Gondwanaland. „Wir müssen abwarten, wie sie sich eingewöhnen und ob sie sich paaren. Erst dann können weitere Entscheidungen auch in Hinblick auf die Sichtbarkeit getroffen werden“, erklärt Junhold.

Schuppentiere sind aufgrund ihre langen Zunge und Zahnlosigkeit absolute Nahrungsspezialisten und stellen Halter dieser wertvollen Tierart vor besondere Herausforderungen. Charakteristisch und namensgebend sind die dachziegelartig angeordneten Schuppen, die sich beim Zusammenrollen in einen für Feinde fast undurchdringlichen Schutzpanzer verwandeln. Vier der acht Arten sind in Asien beheimatet, die anderen leben in Afrika, und auch hier nimmt die Bejagung stetig zu. Schuppentiere und insbesondere ihre Schuppen werden beispielsweise in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet, gelten aber auch als Delikatesse und Statussymbol.