19.12.2017 - 09:15 Uhr |

GISA GmbH

Augmented Reality: Spielerei oder doch innovatives Geschäftsfeld?

Halle, 19.12.2017 (newsropa.de) - 2016 war wegen der äußerst erfolgreichen App „Pokémon Go“ auch das Jahr, in dem sich niemand mehr Augmented Reality (kurz AR) entziehen konnte. Erstmals wurde einem breiten Spektrum von Usern die Vorteile rund um Augmented bewusst. Das Thema AR hatte nach vielen Jahren endlich den Durchbruch geschafft. Ist AR heute aber auch ein Geschäftsfeld außerhalb von Gaming?

Bevor wir diese Fragen beantworten, sollten wir AR noch einmal definieren und von ähnlichen Technologien wie etwa Virtual Reality (VR) abgrenzen. Bei der Augmented Reality werden Inhalte (Informationen, Objekte, u.v.m.) auf die reale Welt projiziert. Dies kann über spezielle Brillen, aber auch dem Screen des Smartphones geschehen. Bei der VR hingegen werden komplette und künstliche Welten erschaffen, in denen der Anwender dann eintauchen kann. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in AR die reale Welt mit virtuellen Erweiterungen verschmilzt.

Man stelle sich folgendes Szenario vor: Man landet endlich in seinem angestrebten Urlaubsdomizil. Aufgrund der Sprachbarrieren versteht man die Wegweiser am Flughafen nicht. Nun hält man sein Smartphone auf das Hinweisschild. Die Schrift wird erkannt, in Echtzeit übersetzt und auf dem Bildschirm des Smartphones ist jetzt alles mit deutscher Sprache abgebildet. So können wir sofort die richtige U-Bahn erreichen und in unserem Urlaubs-Appartement ankommen. Später schlendern wir durch die Innenstadt. Wir finden eine schöne, kleine Kirche. Wir sind neugierig und möchten mehr Informationen. Wieder heißt es: Smartphone raus und auf die Kirche halten. Die Daten der Kamera werden mit einer Datenbank abgeglichen und wir bekommen in wenigen Sekunden Baujahr und Namen und andere Informationen auf´s Handy, die wir dann beim abendlichen Rotwein auch entspannt wieder vergessen können.

Das Beste an diesem Szenario ist, dass all dies schon heute technisch möglich ist. Erkennung von Schrift und Objekten machen dies möglich. Neuartige Geschäftsmodelle und verschiedene Anwendungsfälle ergeben sich also durchaus durch AR. Hier sind auch in Zukunft gute Ideen und engagierte Köpfe gefragt. Auch bei den großen Tech-Firmen bleibt AR ein vielversprechendes Thema. Sowohl Apple mit dem „ARKit“ als auch Alphabet (Google) mit „ARCore“ veröffentlichten in diesem Jahr ihr eigenes entwicklerfreundliches Framework zur Augmented Reality.

Natürlich beschäftigen wir uns auch bei der GISA umfassend mit der erweiterten Realität. Neben AR auf dem Smartphone haben wir verschiedene AR-Brillen im Einsatz. Insbesondere mit der Microsoft Hololens konnten wir schon hoch interessante Demo-Anwendungen entwickeln. Derzeit forschen wir weiter an der Thematik AR und versuchen, spannende Anwendungsfälle zu realisieren. Denn auch in der Energiewirtschaft kann AR sinnvoll eingesetzt werden. Beispiel hierfür sind Zählerstandabmessungen sowie die Unterstützung von Wartungs- und Sicherungsarbeiten.

Fazit: Auch wenn Augmented Reality als Spielerei begann, sind die Einsatzmöglichkeiten heute sehr breit. Nahezu jedes Geschäftsfeld lässt sich nachhaltig beeinflussen. Schon heute sind die Angebote und Möglichkeiten enorm vielfältig. Dass AR auch von den Tech-Giganten gefördert wird, spricht für die Zukunft der erweiterten Realität. Wir werden in den nächsten Jahren hierzu sicherlich noch einiges heute unvorstellbares erleben.