29.09.2017 - 08:49 Uhr |

TU Chemnitz

DGM-Preis 2017 für herausragende wissenschaftliche Leistungen

Hohe Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM) für Chemnitzer Werkstoffwissenschaftler Prof. Dr. Martin Wagner

Chemnitz, 29.09.2017 (newsropa.de) - Prof. Dr. Martin Wagner, Inhaber der Professur Werkstoffwissenschaft und Sprecher des Chemnitzer Sonderforschungsbereichs SFB 692 an der Technischen Universität Chemnitz, hat auf der Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM) einen der wichtigsten Preise für deutsche Materialwissenschaftlerinnen und Materialwissenschaftler erhalten. Der DGM-Preis wird seit 2011 verliehen und ehrt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Mitte ihres wissenschaftlichen Wirkens.

Der Vorsitzende der DGM, Prof. Dr. Alexander Hartmaier, begründete die Verleihung des Preises an Professor Wagner mit seinen herausragenden wissenschaftlichen Leistungen, die er durch Veröffentlichungen in internationalen Fachzeitschriften dokumentiert habe. In der Laudatio hieß es weiter: „Bemerkenswert ist seine wissenschaftliche Breite, die unterschiedlichste Bereiche umfasst und intelligent miteinander verknüpft: Die atomistische Modellierung mit dem mechanischen Testen unter hohen Verformungsgeschwindigkeiten, Forschung an NiTi-Formgedächtnislegierungen mit der Entwicklung moderner Stähle und die mikrostrukturelle Charakterisierung stark plastisch verformter ultrafeinkörniger Aluminium-Werkstoffe mit mikromechanischen Betrachtungen. Martin Wagner repräsentiert die moderne Wissenschaft von den Werkstoffen in vorbildlicher Weise und zeigt, dass es möglich ist, auf solider physikalischer/chemischer Grundlage wesentliche Beiträge zur Entwicklung neuer und zur Verbesserun
g traditioneller Werkstoffe zu leisten. Auf weitere wissenschaftliche Akzente aus Chemnitz sind wir gespannt!“

Prof. Wagner erhielt neben einer Urkunde die Skulptur „Durchbruch“, die das Durchbrechen von Denkblockaden und die Entstehung innovativen Wissens darstellen soll. „Ich freue mich vor allem darüber, dass die DGM die Chemnitzer Forschung aus unserem Sonderforschungsbereich wahrnimmt und auszeichnet – und dass auch ganz aktuelle Forschungsaktivitäten, insbesondere im Bereich der hochfesten Stähle, auf großes Interesse stoßen. Das gibt uns viel Aufwind und bestärkt uns bei der Initiierung neuer Großforschungsvorhaben“, äußerte Wagner am Rande der Preisverleihung. Im Rahmen der vom 27. bis 29. September ebenfalls in Dresden stattfindenden Werkstoffwoche – der größten deutschen Fachmesse und des größten Branchentreffs auf dem Gebiet der Werkstofftechnik – wird Wagner im Rahmen eines Plenarvortrags über neuste Chemnitzer Ergebnisse des SFB 692 berichten.

Stichwort: Deutsche Gesellschaft für Materialkunde

Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM) ist mit über 2.400 Mitgliedern die größte technisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik in Europa. Seit über 90 Jahren bündelt sie die Kompetenzen des Fachbereichs aus Wissenschaft und Industrie: als Interessensvertretung ihrer Mitglieder aus Wissenschaft und Industrie – und als Garant für die systematische Weiterentwicklung des Fachgebiets. Die DGM veranstaltet neben der deutschland- und europaweit größten Fachkonferenz „Materials Science and Engineering“ die „Werkstoffwoche“, die derzeit in Dresden stattfindet. Mit ihren persönlichen Ehrungen und Auszeichnungen will die DGM dazu beitragen, exzellente Leistungen im Fachgebiet sichtbar zu machen, aber auch Einzelpersonen ehren und den viel versprechenden Nachwuchs fördern.